Was braucht man wirklich für den ersten Schultag?
Ich glaube, auf die Einschulung freut man sich monatelang – und gleichzeitig könnte man manchmal einfach losheulen, weil das eigene Kind plötzlich so groß ist.
Man plant, organisiert, kauft die ersten Schulsachen und überlegt, was man alles braucht. Und zwischendurch sitzt man einfach nur da und denkt:
„Wann ist das eigentlich passiert?“
Dabei beginnt dieses ganze „Mein Kind wird ein Schulkind“-Gefühl oft schon viel früher.
Die letzten Wochen im Kindergarten
Mit der Kitaübernachtung zum Beispiel.
Das erste Mal irgendwo alleine schlafen. Nicht bei Oma, nicht bei Freunden, sondern plötzlich ganz ohne Mama und Papa in der Kita.
Ich weiß noch genau, wie aufgeregt ich war.
Wir haben zusammen die Sachen für die Übernachtung in die Kita getragen, das Bett aufgebaut und irgendwann kam dieser Moment, an dem man sich verabschieden musste.
Und dann läuft man aus der Kita raus und denkt sich nur:
„Okay … das passiert jetzt wirklich.“
Zuhause konnte ich meine Tränen irgendwann gar nicht mehr zurückhalten. Für mich war das nämlich auch ein riesiger Schritt.
Und am nächsten Morgen stand da plötzlich ein kleiner Junge vor mir, der gefühlt drei Köpfe größer geworden war.
Oder die Kitaverabschiedung.
Das war bei uns wirklich ein unglaublich emotionaler Tag. Mein Kind war total aufgeregt. Das letzte Fest in der Kita. Nur mit den großen Kindern und den Eltern.
Natürlich gab es Kuchen, Kaffee und Saft. Die Kinder hatten Lieder einstudiert und waren unglaublich stolz.
Und dann kam irgendwann dieser Moment, in dem die Portfolioordner überreicht wurden.
Ganz ehrlich? Spätestens da war es bei mir vorbei.
Und am Ende musste man plötzlich auch noch Tschüss zu den Erzieherinnen und Erziehern sagen. Zu den Menschen, die das eigene Kind über Jahre begleitet haben.
Denn irgendwie war das eben nicht nur ein Abschied für mein Kind. Es war auch ein Abschied für mich.
Tschüss Kita.
Hallo Schule.
Und dann steht plötzlich wirklich die Einschulung vor der Tür.
Neue Lehrer. Neue Kinder. Neue Abläufe.
Und irgendwie fühlt sich auf einmal alles groß an. Für die Kinder. Aber ehrlich gesagt manchmal auch für uns Eltern.
Genau deshalb denke ich mittlerweile:
Beim Schulstart geht es gar nicht darum, alles perfekt zu machen. Denn die perfekte Einschulung gibt es sowieso nicht.
1. Der Schulranzen – praktisch statt nur perfekt
Alleine beim Thema Schulranzen merkt man plötzlich, wie früh die Einschulung eigentlich anfängt.
Kaum ist Weihnachten vorbei, kaufen die ersten Eltern schon den Schulranzen. Und jedes Jahr denke ich mir:
„Leute … bis zum Sommer dauert es doch noch.“
Wir haben tatsächlich ziemlich lange gewartet. Vorher hätte der Schulranzen sowieso nur monatelang zuhause herumgestanden und wäre eingestaubt.
Natürlich wünschen sich viele Kinder einen Motivranzen. Und das ist auch völlig okay. Schließlich sollen sie ihn gerne tragen.
Aber ich wusste relativ schnell:
Bitte nicht zu hell.
Denn seien wir ehrlich: So ein Schulranzen macht wirklich einiges mit.
Matsch.
Pausenhof.
Auslaufende Trinkflaschen.
Brotdosenreste.
Und manchmal einfach den ganz normalen Schulwahnsinn.
Diese ganz hellen Schulranzen sehen wunderschön aus. Sauber bleiben sie aber meistens nicht besonders lange.
Deshalb würde ich beim Schulranzen nicht nur danach schauen, was gerade schön aussieht. Er sollte vor allem gut sitzen, zum Kind passen und im Alltag praktisch sein.
2. Die Schultüte – schön, aber bitte tragbar
Für viele Kinder ist die Schultüte wahrscheinlich das Highlight der ganzen Einschulung.
Wochenlang wird überlegt:
Welches Motiv?
Welche Farbe?
Mit Glitzer?
Ohne Glitzer?
Groß?
Noch größer?
Und plötzlich dreht sich gefühlt alles nur noch um diese eine Schultüte.
Ich habe schon viele wunderschöne Schultüten gesehen. Wirklich richtig beeindruckende. Und gleichzeitig dachte ich manchmal:
„Ohje … wie soll das Kind das Ding eigentlich tragen?“
Manche Schultüten sind so riesig oder schwer, dass die Kinder sie kaum alleine halten können.
Dabei geht es doch eigentlich genau darum: Dass das Kind stolz mit seiner eigenen Schultüte dasteht.
Deshalb dachte ich immer:
Lieber etwas leichter und praktisch, statt komplett überladen.
Natürlich dürfen Süßigkeiten hinein. Kleine Überraschungen. Vielleicht auch ein paar praktische Dinge für die Schule.
Aber eine Schultüte, die gefühlt fünf Kilo wiegt? Puh.
Wenn du noch nach einer Schultüte suchst, die individuell zum Kind passt, findest du bei mir personalisierte Schultüten mit verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten.
Und dann kommen ja noch diese typischen Elternfragen:
Muss die Schultüte perfekt zum Schulranzen passen?
Selber basteln?
Nähen lassen?
Kaufen?
Braucht man dieses Kissen-Inlett später wirklich?
Man kann sich darüber wirklich komplett verrückt machen.
Dabei zählt am Ende eigentlich nur dieser eine Moment:
Wenn das Kind seine Schultüte in den Händen hält und strahlt.
3. Lunchbag oder Brotdose?
Über Brotdosen könnte man wahrscheinlich auch noch einmal ein eigenes Kapitel schreiben.
Vor der Schule hätte ich nie gedacht, dass man sich über so etwas überhaupt Gedanken macht.
Wir hatten früher ganz normale Brotdosen. Und davon hatten wir ehrlich gesagt einige.
Eine ging kaputt. Eine blieb irgendwo in der Sporthalle liegen und tauchte trotz Namen nie wieder auf. Und irgendwann war das Motiv plötzlich „nicht mehr schön“.
Vier Schuljahre sind aus Kindersicht eben wirklich lang.
Mittlerweile nutzen wir eine Lunchbag und finden sie im Alltag total praktisch.
Personalisierte Lunchbags können dabei nicht nur praktisch sein, sondern durch den Namen auch eindeutig dem eigenen Kind zugeordnet werden.
Aber auch hier merkt man irgendwann: Jede Familie macht das einfach anders. Und das ist völlig okay.
Was ich allerdings irgendwann lernen musste:
Eine leere Brotdose bedeutet nicht automatisch „guter Schultag“.
An manchen Tagen kommt alles leer zurück. An anderen Tagen ist gefühlt nicht ein einziges Brot angerührt worden. Und manchmal sind die Kinder morgens einfach viel zu aufgeregt zum Essen.
Ich glaube, bei diesem Thema machen sich viele Eltern unnötig Druck.
4. Ordnung im Schulranzen – gar nicht so einfach
Ordnung und sechsjährige Kinder – das ist manchmal wirklich eine eigene Geschichte.
Plötzlich gibt es Elternbriefe, Hausaufgaben, Arbeitsblätter, gemalte Bilder und irgendwann auch die ersten Zeugnisse.
Und gefühlt fliegt erst einmal alles lose durch den Schulranzen.
Wie oft man morgens noch hektisch irgendeinen zerknitterten Zettel aus den Tiefen des Ranzens zieht, darauf war ich ehrlich gesagt auch nicht vorbereitet.
Deshalb liebe ich mittlerweile alles, was ein bisschen Ordnung in den Schulalltag bringt:
Postmappen.
Zeugnismappen.
Collageblockhüllen.
Solche Sachen eben.
Gerade bei einer Zeugnismappe finde ich es schön, wenn wichtige Unterlagen einen festen Platz haben und nicht irgendwann zwischen Hausaufgaben und Bastelarbeiten verschwinden.
Auch eine Collegeblockhülle kann im Schulalltag praktisch sein. Sie schützt den Collegeblock und sorgt ein bisschen dafür, dass im Schulranzen nicht alles durcheinanderfliegt.
Und irgendwie merkt man schon:
Wenn der eigene Name draufsteht und vielleicht sogar das Lieblingsmotiv zu sehen ist, passen viele Kinder plötzlich noch ein bisschen lieber auf ihre Sachen auf.
5. Kinder dürfen sich schmutzig machen
Das ist tatsächlich ein Thema, das mir wirklich wichtig ist.
Ich erlebe es in der Kita so oft:
Das Kind kommt geschniegelt und gebügelt an, die Haare sitzen perfekt und beim Abschied fällt direkt dieser Satz:
„Aber bitte nicht schmutzig machen.“
Und jedes Mal denke ich mir:
Aber … wie soll das denn funktionieren?
Kinder wollen rennen.
Klettern.
Buddeln.
Malen.
Spielen.
Und natürlich wird dabei gekleckert. Natürlich landet mal Farbe auf dem Ärmel. Und Sand findet sowieso grundsätzlich überall hin.
Aber genau das gehört doch eigentlich dazu.
Kinder sollten nicht den ganzen Tag Angst haben müssen, dass die Hose dreckig wird oder zuhause geschimpft wird.
Lieber bequeme Sachen anziehen, die auch mal schmutzig werden dürfen.
Denn ganz ehrlich?
Die schönsten Kindheitserinnerungen entstehen meistens sowieso nicht in komplett sauberen Klamotten.
6. Vorschule bedeutet nicht automatisch Arbeitsblätter
Und dann fängt plötzlich überall dieses Vorschulthema an.
Arbeitsblätter.
Vorschulhefte.
Buchstaben üben.
Zahlen üben.
Und gefühlt entsteht ziemlich schnell dieser Druck:
„Mein Kind muss schulfertig sein.“
Aber ganz ehrlich?
Ich glaube manchmal, die Kinder sind davon eher genervt als begeistert.
Ich habe das mit meinem eigenen Kind tatsächlich kaum gemacht. Nicht, weil Schule unwichtig ist. Sondern weil Lesen, Schreiben und Rechnen die Kinder doch in der Schule lernen.
Viel wichtiger finde ich diese ganzen Alltagssachen:
Schleife binden.
Den eigenen Rucksack tragen.
Alleine auf die Toilette gehen.
Die Jacke selbst schließen.
Beim Einkaufen Dinge suchen.
Mal selbst an der Kasse bezahlen.
Oder überhaupt lernen, auf die eigenen Sachen zu achten.
Denn in der Schule sitzt eben nicht ständig jemand daneben und übernimmt alles.
Und ganz viele unterschätzen genau diese Dinge.
Ich erlebe nämlich oft Kinder, die zuhause schon unzählige Arbeitsblätter gemacht haben, aber völlig überfordert sind, wenn sie ihre Jacke alleine schließen oder ihre Sachen organisieren sollen.
Genau diese Selbstständigkeit gibt Kindern später unglaublich viel Sicherheit.
Fazit: Kinder brauchen keine perfekte Einschulung
Je näher die Einschulung rückt, desto schneller bekommt man manchmal das Gefühl, an alles denken zu müssen.
Der perfekte Schulranzen.
Die perfekte Schultüte.
Das perfekte Einschulungsfoto.
Die perfekte Feier.
Und irgendwo dazwischen vergisst man manchmal, worum es eigentlich wirklich geht.
Denn Kinder brauchen keine perfekte Einschulung.
Sie brauchen nicht die teuersten Sachen.
Nicht die größte Schultüte.
Und auch keinen komplett durchgeplanten perfekten Tag.
Was sie wirklich brauchen, ist eigentlich viel einfacher:
Sicherheit.
Vertrauen.
Vorfreude.
Zeit.
Und dieses Gefühl:
„Ich schaffe das.“
Ich glaube, genau das dürfen wir unseren Kindern mitgeben.
Dass sie nicht perfekt sein müssen.
Dass sie aufgeregt sein dürfen.
Und dass sie diesen neuen Schritt nicht alleine gehen.
Denn wenn wir mal ehrlich sind, bleiben am Ende oft gar nicht die perfekten Dinge in Erinnerung.
Sondern einfach dieses Gefühl, das dieser Tag hinterlassen hat.
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