Was braucht mein Baby wirklich?
Erstausstattung ohne unnötigen Konsum
Wenn ein Baby unterwegs ist, dauert es meistens nicht lange, bis die ersten Listen auftauchen.
Erstausstattung, Must-haves, Baby-Checklisten. Plötzlich hat man das Gefühl, man müsste gefühlt den halben Babyladen kaufen, bevor das Kind überhaupt da ist.
Von zehn Bodys über mehrere Schlafsäcke bis hin zu Dingen, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass es sie gibt.
Aber was braucht ein Baby wirklich?
Ich bin selbst Mama und arbeite als Erzieherin mit Kindern. Und meine Erfahrung ist: Vieles merkt man erst im Alltag.
Nicht jedes Baby ist gleich, nicht jede Familie braucht dieselben Dinge und nicht alles, was auf einer Checkliste steht, wird am Ende tatsächlich benutzt.
Fang lieber kleiner an
Gerade bei Babykleidung wird schnell zu viel gekauft.
Das Problem: Babys wachsen am Anfang unglaublich schnell. Manche Sachen werden nur ein paar Mal getragen, andere bleiben fast unbenutzt im Schrank liegen, weil sie plötzlich schon wieder zu klein sind.
Deshalb würde ich nicht von Anfang an riesige Mengen in jeder Größe kaufen.
Eine gute Grundausstattung reicht erstmal völlig aus. Was euch später noch fehlt, kannst du immer noch nachkaufen.
Außerdem merkst du erst mit deinem eigenen Baby, was für euch wirklich praktisch ist.
Manche Babys spucken viel und brauchen entsprechend mehr Wechselkleidung. Andere tragen bestimmte Sachen gar nicht gerne. Und auch beim Thema Größen kann es ganz anders kommen als erwartet.
Was du bei Babykleidung wirklich brauchst
Natürlich hängt die genaue Menge davon ab, wie oft du wäschst und zu welcher Jahreszeit dein Baby geboren wird.
Als grobe Orientierung kann eine kleine Grundausstattung aber zum Beispiel so aussehen:
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etwa 5–7 Bodys
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4–6 Oberteile
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3–5 Hosen
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2–3 Schlafanzüge oder Strampler
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Mützen, passend zur Jahreszeit
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ein paar Socken oder Füßlinge
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für draußen eine passende Jacke oder einen Overall
Dazu kommen Dinge wie Spucktücher und Schlafsäcke.
Aber auch hier musst du nicht alles doppelt und dreifach kaufen.
Weniger Kleidung – dafür Sachen, die gerne getragen werden
Bei Babykleidung würde ich vor allem darauf achten, dass die Sachen bequem sind.
Nichts sollte unnötig einengen oder beim Anziehen zur Geduldsprobe werden. Gerade am Anfang kann man ziemlich schnell merken, welche Kleidungsstücke man gerne aus dem Schrank nimmt – und welche eher liegen bleiben.
Und manchmal braucht es tatsächlich nicht zehn verschiedene Outfits.
Ein paar Hosen und Oberteile, die sich gut miteinander kombinieren lassen, machen den Alltag oft viel einfacher.
Mitwachsende Hosen können praktisch sein
Eine Sache, die ich bei Babykleidung besonders praktisch finde, sind Mitwachshosen.
Durch die Bündchen können sie über einen längeren Zeitraum getragen werden. Gerade weil Babys so schnell wachsen, kann das wirklich praktisch sein.
Bei rabauken-prinzessin nähe ich unter anderem handgemachte Mitwachshosen für Babys und Kinder.
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Du musst nicht vor der Geburt alles besitzen
Das ist wahrscheinlich mein wichtigster Tipp.
Versuche nicht, für jede mögliche Situation schon vorher vorbereitet zu sein.
Natürlich gibt es Dinge, die von Anfang an da sein sollten. Aber vieles kannst du auch erst kaufen, wenn dein Baby da ist und du merkst, was ihr tatsächlich braucht.
Vielleicht stellst du nach zwei Wochen fest, dass ihr viel mehr Spucktücher braucht.
Oder du merkst, dass du bestimmte Kleidung ständig wäschst, während andere Sachen kaum getragen werden.
Dann weißt du viel besser, was sich für euch lohnt.
Und was schenkt man zur Geburt?
Wenn Familie und Freunde fragen, was sie schenken können, muss es auch nicht immer das zehnte Kleidungsstück in Größe 56 sein.
Vielleicht gibt es etwas, das ihr wirklich gebrauchen könnt. Vielleicht wünscht ihr euch eine bestimmte Größe für später oder etwas Persönliches, das nicht nach ein paar Wochen wieder zu klein ist.
Es lohnt sich deshalb durchaus, vorher zu überlegen: Was brauchen wir wirklich?
So können Geschenke ausgewählt werden, die nicht einfach nur schön aussehen, sondern auch tatsächlich genutzt werden.
Fazit: Dein Baby braucht nicht den halben Babyladen
Erstausstattungslisten können einen schnell verrückt machen.
Aber du musst nicht alles kaufen, was irgendwo als unverzichtbar bezeichnet wird.
Starte lieber mit einer guten Grundausstattung. Ein paar bequeme Kleidungsstücke, die sich gut kombinieren lassen, und die wichtigsten Dinge für euren Alltag reichen für den Anfang oft völlig aus.
Alles andere kannst du nach und nach ergänzen.
Denn wenn dein Baby erst einmal da ist, merkst du sowieso ziemlich schnell, was ihr wirklich braucht – und was nicht.
Und bei der Kleidung darf es ruhig auch mal weniger sein. Denn am Ende sind es oft genau die wenigen Lieblingsstücke, die ständig getragen werden. ❤️